Entwicklung der Spielbanken: Ohne Roulette ging es nicht

Die Entwicklung der Spielbanken ist eng mit der Geschichte von Roulette verbunden

Roulette ist eines der ältesten Spiele, welches eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von traditionellen, sowie modernen Spielbanken und Casinos gespielt hat. Noch heute ist Roulette ein wichtiger Teil des Portfolios von Spiele-anbietern. Dabei hat sich an dem Spiel an sich wenig über die vergangenen Jahrhunderte geändert und kann immer noch in allen guten Casinos auf der Welt gespielt werden. So hat es, im Gegensatz zu vielen anderen Casino Spielen, dem Druck der Zeit standgehalten und hat nichts an seiner Popularität verloren, wenn überhaupt hat es an Popularität gewonnen. So kann man heute eine echte Roulette Casino Erfahrung haben ohne sein Heim verlassen zu müssen, da viele Anbieter schon seit längerem live Video-Versionen des Spiels anbieten.

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Entwickelt wurde Roulette im 18. Jahrhundert in Frankreich aus einer Fusion aus Englischen Rad- und Dreh-Spielen sowie Italienischen und Französischen Brettspielen. Der Erfinder, Blaise Pascal, entwickelte das Spiel als ein Nebenprodukt seines Bemühens eine Perpetuum mobile zu erfinden. Das Spiel entwickelte sich schnell und wurde schon 1796 in seiner bestehenden Form, mit sehr ähnlichen Regeln, in Paris gespielt.  Zu diesem Zeitpunkt gab es in vielen der Europäischen Großstädte auch schon Spielbanken, in denen sich die Reichen und Adeligen ihre Zeit vertrieben. Jedoch, waren dies eher Clubs in denen die meisten Spiele nur einen einfachen Tisch brauchten, auf dem dann Karten gespielt wurde. So waren gab es auch noch viele mobile Spiele-Anbieter in der Form von Spielleitern, die ihre Spiele von Hof zu Hof oder in den Luxus-Hotels in ganz Europa anboten.

Dabei gab es auf dem Roulette-Rad anfangs noch zwei Plätze „der Bank“; die Null und Doppelnull. Doch in 1843 hat die Kur-Spielbank in Bad Homburg das Spiel durch die Wegnahme der Doppel Null auf die endgültige Schiene des Erfolgs gehoben. Denn die beiden Französischen Betreiber der Spielbank, Francois und Louis Blanc, wollten sich von ihrer Konkurrenz absetzten und boten somit eine Version von Roulette an mit deutlich besseren Gewinnchancen für die Spieler. Diese Änderung war so erfolgreich, dass alle anderen Spielbanken mitziehen mussten. Dieser Erfolg der Roulette-Maschine bedeutete auch das aussterben des „Wandernden-Casinos“, denn es eignete sich eher für dauerhafte Spielstätten.

Auch baute das Roulette-Spiel sehr schnell einen gewissen Mythos als ein Spiel mit riesigen möglichen Gewinnen auf, was auch immer wieder dazu führte, dass versucht wurde beim Spiel zu schummeln und das Rad auszutricksen. Über kein anderes Spielbank-Spiel ranken sich so viele Legenden. Diese begannen mit dem Schwindler Charles Wells aus Großbritannien, der im Sommer 1891 die Spielbank von Monte Carlo sprengte und mit dem Lied „The Man Who Broke the Bank at Monte Carlo“ von Fred Gilbert verewigt wurde. Auch heute gibt es noch Fälle des sogenannten „Kesselguckens“, also dem Versuch die letztendlich Platzierung der Kugel vorab bestimmen zu können. So hat, zum Beispiel, ein Zocker-trio im Dezember 2004 das Casino im Londoner Hotel Ritz mittels einem Handy und Kleincomputer um 1,3 Millionen Pfund erleichtert.

So wurde das Spiel zu einem integralen der Casino-Erfahrung. Eben auch, weil es so oft, aufgrund der vielen unterhaltsamen Geschichten die sich um das Spiel Ranken, in Literatur und Unterhaltungsmedien aufgegriffen wird. Dabei haben aber längst nicht alle Geschichten einen wahren Hintergrund. So, zum Beispiel, auch bei dem notorischsten Ableger des Spiels; dem Russisch Roulette. Dieses ist, so zeigt es die Recherche, wohl eher eine literarische Erfindung und hat keinen wirklichen Bezug zu der russischen Armee im 19. Jahrhundert, wo es angeblich gespielt wurde.