Roulette Begriffe

Die Fremdsprache „Roulette“: eine Erklärung der wichtigsten Begriffe

Roulette kommt ganz einfach nicht ohne Fremdsprache aus, vor allem die französischen Begriffe und Phrasen sorgen für eine gewisse sprachliche Eleganz in den Spielstätten dieser Welt. Dies ist auch kein Wunder, denn das beliebte Glücksspiel besitzt eine langjährige Tradition in Frankreich, hat viele Verbote überstanden und galt sogar lange als liebster Zeitvertreib des Adels.

Roulette Tisch
Roulette: Viele Zahlen, viele Begriffe.

Auch englische Wörter tauchen immer wieder am Roulettetisch auf, das American Roulette setzt mit seiner Doppelnull einen spannenden Kontrapunkt zur europäischen Variante. Für alle, die bei diesem Sprachmischmasch nur noch Bahnhof verstehen, bringen wir nun Licht ins Dunkel: Unser kleines Wörterbuch lehrt Sie die Fremdsprache „Roulette“.

Faites vos Jeux, denn jetzt geht es los!

Fangen wir mit den französischen Begriffen an, denn kaum ein Satz wird mehr mit dem Roulette in Verbindung gebracht als das allseits bekannte „Faites vos jeux“, außer vielleicht das darauf folgende „Rien ne va plus“.

  • Faites vos jeux sagt der Croupier ganz zu Beginn eines jeden neuen Spiels. Ins Deutsche übertragen bedeutet das so viel wie: „Tätigen Sie Ihre Einsätze“. Es ist also an der Zeit, die Jetons auf dem Spielfeld zu platzieren.
  • Rien ne va plus verkündet der Croupier spätestens dann, wenn sich der Kessel dreht und die Kugel ihrem letztlichen Ziel entgegenstrebt. Von jetzt an halten die Spieler ihre Finger still und warten gebannt ab, ob das Glück es gut mit ihnen meint. Denn dieser Satz bedeutet: „Nichts geht mehr“ und damit dürfen keine weiteren Einsätze getätigt werden. Oftmals wurde vor dem Rien ne va plus jedoch bereits die Kugel in den Kessel geführt, um den Druck auf die Spieler künstlich zu erhöhen.
  • Croupier: Wenn wir schon dabei sind, müssen wir natürlich auch erklären, wer die besagte Person ist, die hier so fließend französisch spricht. Es handelt sich um den sogenannten „Geber“, den Mann oder die Frau, die für das Casino arbeitet und den Roulettetisch bedient. Neben dem Croupier gibt es auch noch einige weitere Casino-Angestellte für den Roulette-Tisch, die jedoch namentlich nur selten auftauchen.
  • Rouge / Noir: Alle Zahlen außer der Null tragen entweder die Hintergrundfarbe Rot (Rouge) oder Schwarz (Noir). Setzen Sie auf eine dieser beiden Farben und sichern Sie sich eine gute Chance auf einen 1:1-Gewinn.
  • Pair / Impair: Gerade (Pair) und ungerade Zahlen (Impair) wechseln sich im Kessel ab, von jeder Art sind jedoch gleich viele Felder enthalten. Auch hier lockt die Verdopplung Ihres Einsatzes, wenn Sie auf eine der beiden Möglichkeiten setzen und Ihre Wahl tatsächlich stimmt.
  • Manque / Passe: Die Einteilung in niedrige (Manque) und hohe (Passe) Zahlen bietet eine dritte Variante, die Zahlen des Roulettekessels in zwei gleich große Hälften einzuteilen und die Null außen vor zu lassen. Noch einmal lockt die Gewinnverdopplung bei relativ geringem Risiko.
  • Plein: An dieser Stelle wird es richtig spannend, denn wer auf eine einzelne Zahl (Plein) setzt, der sichert sich zwar nur eine geringe Gewinnwahrscheinlichkeit, kann damit aber bei einer Quote von 35:1 richtig absahnen.
  • Transversale Plein: Wer auf drei nebeneinanderliegende Zahlen setzt, der spielt eine Transversale Plein und hofft darauf, eine Auszahlungsquote von 11:1 genießen zu dürfen.
  • Les trois premiers: Wörtlich übersetzt bedeutet dies „die ersten drei Zahlen“ und ist nichts weiter als eine Variante der Transversale Plein, nämlich die 0, 1 und 2. Die Auszahlungsquote bleibt hierbei identisch.
  • Transversale Simple: Hierbei setzen Sie auf insgesamt 6 Zahlen, indem Sie auf dem Spieltisch zwei aufeinander folgende Querreihen mit Ihrem Einsatz belegen. Im Endeffekt sind dies nichts anderes als sechs direkt aufeinander folgende Zahlen, die eine Auszahlungsquote von 5:1 versprechen.
  • Cheval: Cheval ist das französische Wort für Pferd, doch mit dem eigentlichen Tier hat dieser Begriff im Roulette nichts gemein. Wenn Sie Ihren Einsatz auf der Mittellinie zwischen zwei Zahlen tätigen, dann haben Sie ein Cheval gesetzt und gewinnen im Verhältnis von 17:1 – falls die Kugel wirklich auf einer Ihrer Zahlen liegenbleibt.
  • Carré: Ein Carré bezeichnet ein Viereck, im Roulette setzen Sie damit auf 4 benachbarte Zahlen, zum Beispiel die 4, 5, 7 und 8. Platzieren Sie Ihre Jetons auf dem mittigen Kreuz und warten Sie ab, ob Sie sich über eine Auszahlungsquote von 8:1 freuen dürfen.
  • Les quatre premiers: Natürlich darf der Spieler sich auch dafür entscheiden auf die ersten vier Zahlen zu setzen, das stellt eine von vielen Varianten des Carrés dar.
  • Douzaines: Die 36 Zahlen im Kessel lassen sich selbstverständlich auch in Dutzenden (Douzaines) einteilen: Im Roulette setzt der Spieler entweder auf das erste, das zweite oder dritte Dutzend. Damit sichert er sich immerhin die Chance auf eine 2:1-Auszahlung.
  • Colonnes: Im Deutschen besitzen wir ein sehr ähnliches Wort, nämlich die „Kolonne“. Eine Colonne im Roulette beinhaltet, wie jedes Douzaines, jeweils 12 Zahlen, unterteilt in die drei Tableau-Spalten des Spieltisches.
  • Jetons: So heißen die Spielchips, die üblicherweise im Roulette verwendet werden, um am Tisch nicht mit Geldmünzen und -scheinen hantieren zu müssen. In Online-Glücksspielen kommen virtuelle Jetons zum Einsatz: Wer vor den Einsätzen in einer Spielbank sich erst einmal ein wenig mit den Roulette Regeln vertraut machen möchte, erhält bei manchen Online-Anbietern sogar kostenlose Spielchips, um erste Erfahrungen zu sammeln.
  • Zéro: Dies ist das französische Wort für Null, im Roulette bildet sie die grün hinterlegte Zahl im Kessel, auf die Sie als Spieler ebenfalls setzen können. Die Zéro kommt auch in verschiedenen Kombinationswetten vor.

Let’s talk English: englische Wörter beim Roulette

Das American Roulette lässt sich schon auf dem ersten Blick deutlich vom europäischen Pendant unterscheiden: Wie eine oval geformte Rennbahn zieht sich das Einsatzfeld über den Spieltisch. Auch die Doppelnull gibt ein klares Statement ab: We are playing American Style! Doch manchmal kommen auch im europäischen Roulette englische Wörter vor.

  • Dealer: Beim American Roulette lädt Sie nicht der Croupier, sondern der Dealer zu einer spannenden Spielrunde an seinem Tisch ein.
  • Wheel Checks: Das American Roulette wird häufig mit diesen speziellen Jetons gespielt, deren Wert vom jeweiligen Besitzer selbst festgelegt wird. Durch dieses System lassen sich die Einsätze verschiedener Spieler besser unterscheiden. Wer den Spieltisch verlässt, tauscht seine Wheel Checks in Value Chips (Wertjetons) um.
  • Dolly: Der Dealer markiert die Gewinnzahl, in dem er den Dolly auf das entsprechende Feld auf dem Tableau setzt. Die kleine Figur besteht entweder aus Glas, transparentem Kunststoff oder Metall. Die Spieler dürfen erst dann wieder neue Einsätze tätigen, wenn der Dealer den Dolly vom Spielfeld entfernt und alle Gewinne ausbezahlt hat.
  • Call Bets: Call Bets oder auch Call Wetten stellen kein typisches Merkmal des American Roulettes dar, sie sind überhaupt nur in wenigen Casinos erlaubt. In diesem Fall legt der Spieler keine Jetons auf das Tableau, sondern annonciert seinen Einsatz mündlich.
  • Six Line: Die Six Line entspricht der Transversale Simple des französischen Roulettes, bedeutet also eine Wette auf insgesamt 6 Zahlen.
  • Split: Beim Split setzt der Roulettespieler wie beim französischen Cheval auf zwei nebeneinanderliegende Zahlen, die Jetons platziert er auf der Mittellinie.
  • Street Bet: Dies ist die englische Version der Transversale Plein, hier wettet der Spieler auf eine Zeile bestehend aus drei Zahlen.
  • Straigt Up: Wer einmal im Leben Roulette-König werden möchte, sollte den Straight Up versuchen und auf eine einzige Zahl wetten.

Nach dieser kleinen Lektion sprechen Sie bei Ihrem nächsten Casino-Besuch sicher fließend „Roulette“, ganz egal, ob in Englisch oder Französisch. Damit kommen Sie sicher ganz leicht in Ihr Spiel hinein, wir wünschen Ihnen dabei viel Glück und vor allem: Beaucop de plaisir!